Milchviehhaltung

Gezielt Ammoniak reduzieren


In der Milchviehhaltung ging in den vergangenen Jahrzehnten klar der Trend zur offenen Laufstallhaltung. Da die Laufstallsysteme eine größere aktive Emissionsfläche haben, sind für diese Verfahren höhere Ammoniakemissionswerte festgelegt. Dies führt mittlerweile zu Problemen beim Bau von neuen Stallanlagen und bei der Erweiterung. Eine Abluftreinigung ist bei diesen offenen Stallanlagen derzeit nicht möglich.

Umso wichtiger sei es daher laut der Deutschen Landwirtschafts-Gesellschaft (DLG), den Stickstoff-Input bei der Fütterung zu reduzieren. Eine rohproteinangepasste Fütterung sei aber schwieriger zu quantifizieren und auch zu kontrollieren. Dennoch hätten Untersuchungen der vergangenen Jahre gezeigt, dass durch gezielte Fütterung die Stickstoffumsetzung verbessert und der Anteil an Harnstoff reduziert werden könne. Durch die verringerten Harnstoffgehalte seien somit auch geringere Ammoniakemissionen möglich.

Das von einem Autorenteam in Abstimmung mit dem DLG-Arbeitskreis Futter und Fütterung erarbeitete, neue DLG-Merkblatt „Reduktion der Ammoniakemissionen in der Milchviehhaltung“ informiert über Minderungsmöglichkeiten durch eine angepasste Fütterung. Es ist zum kostenfreien Download im Internet verfügbar. (mrs)
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