Gezielt gegen Feldmäuse


Neuansaaten von Wintergetreide und Raps müssen in diesem Jahr vor Feldmäusen geschützt werden. Das gilt besonders für Thüringen.

Nachdem in diesem Jahr Feldmäuse in der Thüringer Ackerebene und angrenzenden Gebieten zur Plage geworden sind, müssen jetzt Neuansaaten von Wintergetreide und Raps geschützt werden. Da die Besiedlung der Schläge zumeist vom Ackerrand ausgeht, hat das Land Thüringen die Zulassung von Ratron Giftlinsen für die Anwendung auf Nichtkulturland beantragt. Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) hat Anfang August die Ausbringung bis zum 30. November 2012 in Thüringen erlaubt.

Die Thüringer Landesanstalt für Landwirtschaft teilt dazu mit, dass strenge Auflagen einzuhalten sind. So muss der Köder tief und unzugänglich für Vögel in die Nagetiergänge eingebracht werden. Geeignete Geräte wie Legeflinten sind zu verwenden. Keinesfalls dürfen Köder an der Oberfläche zurückbleiben. Außerdem weist die Landesanstalt auf Sicherheitsabstände zu Oberflächengewässern hin.

Die Thüringer Landesanstalt hat dazu eine Allgemeinverfügung erstellt, die im Internet als Download zur Verfügung steht. Außerdem rät die Behörde auf den Ackerflächen zu einer intensiven Bodenbearbeitung. Grundsätzlich empfiehlt sie gegen Feldmäuse nach dem Mähdrusch alle Maßnahmen, die das „Schwarzhalten" der Flächen bis zur neuen Aussaat zum Ziel haben. Dazu gehören eine umgehende Stoppelbearbeitung, eine gute Strohverteilung und die Vermeidung „Grüner Brücken". Der Glyphosateinsatz ist ratsam. (db)
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