Gezielte Sorten- und Qualitätsstrategie für Braugerste gefragt

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"Die Devise heißt: Produzieren, was der Markt verlangt - nichts anderes!" Dies betonte Helmut Söldner von der Getreideabteilung der Baywa AG, München, anlässlich der Baywa-Feldtage in Hohenkammer. Nachdem Getreide ein Lebensmittel ist, schließt das auch hygienische Grundsätze und Erzeugung ohne Klärschlamm mit ein. Die Verarbeitungsindustrie im In- und Ausland fordere große sortenreine Weizenpartien von einheitlicher Qualität. In Deutschland gebe es ein erheblich überzogenes Weizenspektrum von über 80 Sorten. "Wir in Bayern sind zwar bei der Sortenstraffung schon vorangekommen, müssen aber noch erheblich besser werden. Wir brauchen eine gezielte Sorten- und Qualitätsstrategie, die abgestimmt ist mit der Verarbeitungsindustrie, den Saatguterzeugern, den Pflanzenbauberatern und die natürlich auch die regionalen Unterschiede aus der Sicht der Erzeuger mit einbezieht", sagte Söldner. Erzeuger und aufnehmende Hand müssten sich wegen der getrennten Lagerhaltung und der Vermischungsgefahr künftig auf wenige Weizensorten konzentrieren, welche vom Markt nachgefragt sind und rechtzeitig nach der Ernte auch auf den Markt gebracht werden. Die Erfassungsbetriebe müssten sich auf Schwerpunktsorten konzentrieren, um das Ziel von sortenreinen Großpartien für den Markt schnellstmöglich erreichen zu können. Mehr zu diesem Thema lesen Sie in der heutigen Ausgabe der Agrarzeitung Ernährungsdienst. (HH)
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