Bilanz
Glencore berichtet, 2016 einen Reingewinn in Höhe von 1,38 Mrd. US-$ eingefahren zu haben (Vorjahr: 4,96 Mrd. US-$ Verlust). Der operative Gewinn sei um 81 Prozent gestiegen auf 3,9 Mrd. US-$. Den Cashflow weist das Unternehmen mit 7,8 Mrd. US-$ im Vergleich zu 6,6 Mrd. US-$ im Vorjahr aus. Nettoverbindlichkeiten liegen laut Geschäftsbericht bei 15,5 Mrd. US-$ - ein Rückkgang um rund 40 Prozent gegenüber 2015.
Noch keine 18 Monate ist es her, dass ein hoher Schuldenberg in Kombination mit niedrigen Rohstoffpreisen das Unternehmen fast erdrückten. Doch die strengen Umbau- und Sparmaßnahmen haben sich für Glencore offenbar ausgezahlt:  Statt eines Verlusts wie im Vorjahr (rund 5 Mrd. US-$), verkündete das Unternehmen am Donnerstag einen Reingewinn von 1,38 Mrd. US-$. Alleine der Disziplin des Unternehmens ist die Kehrtwende jedoch nicht zuzuschreiben: Das Anziehen der Rohstoffpreise trug zur Erholung deutlich bei.

Glencore hat wenig lukrative Randgeschäfte abgestoßen und sich darüber hinaus ein strenges Schuldenabbauprogramm verordnet. Den Aktionären war die Dividende gestrichen worden. Nun soll den Aktionären für 2016 in zwei Tranchen 1 Mrd. US-$ ausgezahlt werden. Für das angelaufene Geschäftsjahr zeigte sich Unternehmenschef Ivan Glasenberg zuversichtlich. Nicht nur der Konzernumbau laufe gut, auch die Rahmenbedingungen für die Branche würden immer günstiger. (got)
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