Glencore schrumpft in Australien.
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Glencore schrumpft in Australien.

Glencore-Chef Ivan Glasenberg arbeitet mit Hochdruck daran, die viel zu hohen Schulden abzubauen und den Konzern wieder in die Gewinnzone zu führen. Um Geld in die Kassen zu spülen, will sich Glencore von 30 Prozent an der australischen Mine Ernest Henry trennen und so 880 Mio. australische Dollar einnehmen - umgerechnet knapp 600 Mio. €. Die Transaktion gewährt dem Käufer, der australischen Evolution Mining, die Rechte an der kompletten künftigen Goldförderung der Mine und an Teilen der Silber- und Kupferproduktion, teilte Glencore unmittelbar vor Bekanntgabe der Halbjahreszahlen mit.

Zum Ende des ersten Halbjahres 2016 weist Glencore einen Verlust für die Aktionäre von 369 Mio. US-$ aus. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) brach im Vergleich zu den ersten sechs Monaten 2015 um knapp 40 Prozent auf 875 Mio. US-$ ein.

Hauptproblem des britisch-schweizerischen Rohstoffriesen ist der hohe Schuldenberg von 23,6 Mrd. US-$. Bis Ende 2016 will Glasenberg diesen auf 16,5 bis 17,5 Mrd. US-$ reduzieren. Dafür muss Glencore sparen - und hat bereits die Dividende gestrichen sowie das Kapital erhöht.

Auch Agrarsparte leidet

Nicht nur die die verlustbringende Rohstoffsparte macht Glencore zu schaffen. Auch das Agrargeschäft leidet unter dem Preisverfall. Das Ebit halbierte sich im zweiten Halbjahr auf 115 Mio. US-$. Da Glasenberg mittlerweile knapp 50 Prozent der Sparte verkauft hat, die Wettbewerbsaufsicht aber noch final zustimmen muss, sei der Verkauf in den aktuellen Zahlen noch nicht berücksichtigt, hieß es. (sp)

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