Halbjahresbericht

Glencore wächst mit Pflanzenöl


Der britisch-schweizerische Konzern Glencore hat die Verarbeitung von Agrargütern im 1. Halbjahr auf 6,4 Mio. t steigern können. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum ist das ein Plus von 43 Prozent. Der Zuwachs hat sich damit im 2. Quartal etwas verlangsamt, denn von Januar bis März konnte noch ein Plus von 89 Prozent bilanziert werden.

Wichtigster Treiber des Wachstums war die Pflanzenölproduktion, bei der erstmals im vergangenen Jahr akquirierte Ölmühlen in den USA und Kanada berücksichtigt wurden. Zugenommen habe auch die Verarbeitung in Argentinien, teilte der Konzern mit. Die verarbeitete Menge stieg insgesamt um 39 Prozent auf 3,8 Mio. t. Daneben wirkte sich der frühe Beginn der Zuckerrohrernte in Brasilien positiv aus. Im ersten Halbjahr wurden bereits 1,3 Mio. t Zuckerrohr verarbeitet, 80 Prozent mehr als im Vorjahreszeitraum. Die Weizenvermahlung verringerte sich dagegen um 1 Prozent auf 480.000 t.

Der Halbjahresbericht informiert ausschließlich über Produktionsmengen. Zu Erlösen und Erträgen machte Glencore darin keine Angaben. 2015 hatte der Konzern einen Verlust von 8,1 Mrd. US-$ zu verkraften, nachdem 2014 noch ein Gewinn von 2,4 Mrd. US-$ verbucht worden war. Die Verluste stammten allerdings nicht aus dem Agrargeschäft, sondern aus dem Bergbau und aus den Mineralölaktivitäten. (SB)
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