Fruit Logistica

Global gültige Grenzwerte anstreben

Pflanzenschutzmittel für Obst und Gemüse seien im globalen Geschäft von Bayer Crop Science der größte Geschäftsbereich, sagte Liam Condon, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens gestern in Berlin. Im Rahmen einer Fachveranstaltung am Rande der derzeit laufenden Messe Fruit Logistica betonte er die Bemühungen in Richtung einer nachhaltigen Entwicklung über die gesamte Wertschöpfungskette von Erzeugung, dem internationalen Handel bis hin zum Verbraucher. Darin eingebettet sei auch die Festlegung allgemein gültiger Grenzwerte von Rückständen von Pflanzenschutzmittel chemischer oder auch biologischer Art.


Kritisch bewertete Prof. Andreas Hensel, Direktor des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) in Berlin, die Existenz von Sekundärstandards, wie sie vereinzelt von Unternehmen ausgewiesen würden. "Wenn etwas als sicher bewertet sei, dann sei dies auch sicher", sagte er für seine Behörde. Wenn Unternehmen darauf verwiesen, dass in ihren Waren beispielsweise die in Deutschland geltenden Grenzwerte nochmals unterschritten seien, so sei dies nicht zielführend. Eine Argumentation "Sicherer als sicher" könne er nicht akzeptieren. Aus dem Lebensmittelhandel wurde darauf verwiesen, dass nationale Grenzwerte bei der Bewertung von Lebensmitteln als Orientierungsbasis dienen.


Abhilfe könne nur eine global gültige Bewertung von Pflanzenschutzmitteln schaffen, lautete das Fazit der Diskussion. Dies müsse als Ziel verfolgt werden, um den zunehmend internaionalen Handel auch mit Obst- und Gemüse dauerhaft und störungsfrei zu sichern und Verunsicherungen abzubauen. (jst)



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