Saisonrückblick

Globale Flaute setzt Agco zu


Agco gibt für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015 einen Umsatz von insgesamt 7,5 Mrd. US-$ bekannt. In der Saison davor standen 9,7 Mrd. US-$ in den Büchern, informierte das Unternehmen mit Hauptsitz in Duluth/US-Bundesstaat Georgia heute. Der aktuelle Nettogewinn wird mit 404 (Vorjahr: 264) Mio. US-$ angegeben.

„Die weltweite Getreideproduktion erreichte 2015 das dritte Mal in Folge Rekordwerte, die sich in niedrigen Agrareinkommen und einer schwachen Nachfrage nach Landmaschinen widerspiegelten", so Agco-Chef Martin Richenhagen. Inmitten der schwierigen Marktsituation habe der Konzern im aktuellen Berichtszeitraum die Kostenstruktur weiter angepasst. Gleichzeitig sei in eine Vielzahl neuer Produkte investiert worden.

Mit Blick auf die Regionen stellt das Unternehmen 2015 vor allem den Verkaufsrückgang von Großtraktoren, Mähdreschern und Feldspritzen in Nordamerika heraus. In Südamerika gingen die Umsatzerlöse im aktuellen Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr um fast 22 Prozent zurück, vor allem hervorgerufen durch „extrem" schwache Geschäfte in Brasilien. In Europa hätte ein sinkender Maschinenabsatz hierzulande und in Skandinavien teilweise durch Wachstum in Frankreich kompensiert werden können.

Mit Blick auf 2016 erwartet Richenhagen, dass sich die flaue Nachfrage in allen Regionen fortsetzen wird. Dies werde Umsatz und Gewinn von Agco weiterhin negativ tangieren. Der Agco-Chef rechnet für das laufende Jahr aus heutiger Sicht mit einem Umsatz von 7,0 Mrd. US-$. (Sz)
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