DerIWF und die Weltbank prognostizieren vor allem für die Industrienationen nur schwache Wachstumszahlen: Dieses Jahr rechnen die Institutionen mit 3,1 Prozent, kommendes mit 3,4 Prozent. Für Deutschland werden statt der im Juni 2016 veranschlagten 1,4 Prozent nun 1,7 Prozent vorhergesagt. Grund für die schwachen Prognosen sind geringe Wachstumszahlen aus den USA und der bevorstehende Brexit.

Der IWF-Chefvolkswirt Maurice Obstfeld erklärte, dass die Wahlen in den USA Unsicherheit über zukünftige Entscheidungen im Welthandel auslösten. Beide Präsidentschaftskandidaten hätten bereits angekündigt, Freihandelsabkommen neu verhandeln zu wollen. Obstfeld sagte außerdem, dass die wirtschaftliche Stagnation in vielen Ländern Vorbehalte gegenüber dem Freihandel auslösen würden. Der sei aber zentral für den Wohlstand. Er empfahl den Ländern außerdem, in Bildung, Technologie und Infrastruktur zu investieren, um die Wirtschaft zu fördern. Die Regierungen sollten, so IWF-Chefin Christine Lagarde, Geldpolitik mit Fiskal- und Strukturmaßnahmen ergänzen. (lm)
stats