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Ein Modul für die Zertifizierung der Mastputenhaltung nach den Globalgap-Standards ist fertig ausgearbeitet und nun veröffentlicht. Dieses Modul ist Teil des Globalgap-Standards für kontrollierte landwirtschaftliche Unternehmensführung. Globalgap, eine Organisation, die weltweit Standards für die Zertifizierung von landwirtschaftlichen Produkten setzt, komplettiert damit ihr Programm.

Das Putenmodul hat den gleichen Aufbau wie die anderen Module und enthält 31 kritische Muss-Kriterien (Major Musts), 62 nicht-kritische Muss-Kriterien (Minor Musts) und 10 Empfehlungen (Recommendations). Das Modul besteht aus 13 Kapiteln mit den jeweiligen Kontrollpunkten und Erfüllungskriterien für Mastputen-Erzeuger. Dazu gehören Bestimmungen für Putenküken, Futter- und Wasserversorgung, Stall- und Freilandhaltung, Stalleinrichtungen und mechanische Ausstattung, Putengesundheit und tierärztliche Betreuung, Hygiene- und Schädlingskontrolle, Umgang mit den Tieren, Rückstandskontrollen, Notfallmaßnahmen, Fachwissen und Qualifikation der Tierbetreuer sowie die Erfüllung von Sozialstandards für Mitarbeiter, Verladung und Transport von Schlachtputen und sowie die Tötung von Puten nach bester fachlicher Praxis.

Lückenlose Aufzeichnungen der Gesundheitsdaten durch den Erzeuger in Verbindung mit der Einhaltung der Regeln eines schriftlich vorliegenden tierärztlichen Gesundheitsplan (TGP) sind kritische Muss-Kriterien. Somit ist ein anspruchsvoller TGP einer der Eckpfeiler für die Erfüllung des Globalgap-Putenmoduls. Fragestellungen des Tierschutzes sind in viele Kontrollpunkte integriert. Dabei wird besonders Wert auf die Absonderung und Betreuung von kranken Puten, die Kenntnisse der Tierbetreuer über Tierschutz und deren Umsetzung in die tägliche Praxis gelegt. (ED)

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