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Glyphosat, der Wirkstoff im Herbizid Roundup, ist ins Visier argentinischer Forscher geraten. Sie hegen den Verdacht , dass der Stoff schädigend auf Amphibien-Embryos wirkt, wie das niederländische Agrarisch Dagblad berichtet. Demnach haben Forscher der Universität von Buenos Aires bei Embryos von Fröschen und Lurchen, die dem Stoff ausgesetzt waren, kleinere Köpfe und andere genetische Veränderungen am Nervensystem ausgemacht. Zwar seien noch weitere Analysen notwendig, doch seien die Forscher derart alarmiert, dass sie mit ihren Ergebnissen an die Öffentlichkeit gegangen sind, meldet die niederländische Presse.

Das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL) weist auf Anfrage von ernaehrungsdienst.de darauf hin, dass die Studie noch nicht abgeschlossen und veröffentlicht sei. Zudem seien die Wirkungen von Glyphosat und glyphosathaltigen Pflanzenschutzmitteln dosisabhängig. Die beobachteten Effekte würden erst auftreten, wenn bestimmte Konzentrationen überschritten würden. In Deutschland dürfen Pflanzenschutzmittel nicht in oder unmittelbar an Gewässern angewendet werden. Wenn es nötig ist, schreibt das BVL bei der Zulassung der einzelnen Mittel weiter gehende Mindestabstände zu Gewässern vor. Bei der Beurteilung einer Studie sei deshalb immer zu fragen, ob Effekte bei Konzentrationen beobachtet wurden, die bei praxisgemäßer Anwendung in Gewässern tatsächlich auftreten können.

Zudem erinnert das BVL daran, dass oftmals beobachtete Wirkungen auch von verwendeten Lösungsmitteln und nicht vom Wirkstoff ausgehen. Daher seien Ergebnisse nicht einfach auf alle glyphosathaltigen Produkte übertragbar.(brs)

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