Seit Anfang des Jahres ist die Verwendung von Sikkationsmitteln für alle Soja-Erzeuger, die im Rahmen des Donau-Soja-Programms anbauen, und innerhalb der gesamten Donau-Region verboten. Die Anwendung von Glyphosat, das in der öffentlichen Debatte unter Beschuss steht, zur Reifeförderung ist aus Sicht der Verbraucher nicht nachhaltig. Darauf hat der Verein Donau Soja reagiert.

Der Verein will den Anbau von Soja in Europa voranbringen mit ehrgeizigen Wachstumszielen. Die wachsende Nachfrage nach Soja, das garantiert frei ist von gentechnischen Veränderungen, war der Grund für diese Initiative. Als heimisches Eiweißfuttermittel soll es Bestandteil einer nachhaltigeren Ernährung sein.

Große Bedenken der Verbraucher#7ZT#

„Die Bedenken unserer Konsumentinnen sind groß“, streicht Matthias Krön heraus, Der Obmann des Vereins Donau-Soja stimmt der Kritik an dem Pflanzenschutzmittel zu: „Die Verwendung von Sikkationsmitteln und damit die Anwendung des Totalherbizids Glyphosat, gehört bestimmt nicht zu einer nachhaltigen Landwirtschaft. Wir nehmen die Bedenken unserer KonsumentInnen sehr ernst und setzen dies in unserem Standard um“, betont Krön.

Donau Soja setzt sich für eine gute landwirtschaftliche Praxis ein. Der Verein veröffentlichte unter anderem seine „Best Practice Manuals“ für den konventionellen und biologischen Anbau von Soja. Trainings für Landwirte, Demonstrationsfelder und Feldtage dienen dazu, den Sojaanbau nachhaltig zu gestalten.

Steigerung um mehr als 200 Prozent bis 2025

Im vorigen Jahr wurden 6,5 Mio.t Soja in ganz Europa, inklusive der Ukraine geerntet. Das sind 71 Prozent mehr als 2012. Bis 2025 könnte sich die Produktion um nochmals 215 Prozent, auf 20,5 Mio. t erhöhen, gibt sich Krön optimistisch. Notwendig sei eine Steigerung der Erträge, eine stärkere Einbindung der Sojabohne in die Fruchtfolge und eine nachhaltig gesteigerte Nachfrage nach Donau Soja. Bei gleichbleibendem Bedarf werde sich Europa 2025 zu 50 statt heute 5,7 Prozent selbstversorgen können. (brs)
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