Pflanzenschutz

Glyphosatabsatz bricht 2016 ein

In Deutschland sind 2016 rund 32.255 t Pflanzenschutzmittelwirkstoffe (ohne inerte Gase) abgesetzt worden, zeigt der jetzt veröffentlichte Jahresbericht des Bundesamtes für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit (BVL). Insgesamt ist der Absatz um etwa 6 Prozent im Vergleich zum Vorjahr und um 2 Prozent im Vergleich zum Zehnjahresdurchschnitt gesunken. Nach Kategorien haben Insektizide am meisten eingebüßt, gefolgt von den Herbiziden und Fungiziden.

Deutlicher Rückgang bei Glyphosat

Deutlich zurückgegangen ist der Absatz von Glyphosat. Das BVL weist den Wirkstoff zwar nicht einzeln aus. Der Trend lässt sich aber an der Entwicklung der Absatzmengen nach Wirkstoffgruppen erkennen. Glyphosat gehört zu den Organophosphor-Herbiziden und stellt in dieser Gruppe den Löwenanteil. Das BVL nennt für 2016 eine Absatzmenge in dieser Gruppe von 3.780 t. Im Vorjahr waren es noch 4.404 t. Das entspricht einem Rückgang von rund 14 Prozent für diese Gruppe der Herbizidwirkstoffe. Das bedeutet, dass Glyphosat längst nicht mehr wie in früheren Jahren in Deutschland in Größenordnungen von 5.000 t ausgebracht wird.

Wirkstoffanzahl nimmt ab

Die meisten Wirkstoffe werden in der Land- und Forstwirtschaft sowie im Erwerbsgartenbau eingesetzt. Auf Hobbyanwendungen entfallen rund 1,3 Prozent der verwendeten Mittel, zeigt die Statistik weiter. Das BVL beziffert die insgesamt verfügbaren Wirkstoffe auf 270. Das waren 7 Moleküle weniger als im Vorjahr. Am deutschen Markt verfügbar waren 753 Mittel, die unter 1465 Handelsnamen vermarktet wurden. (db)
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