Eine neue Biogasanlage hat in der Nähe von Göttingen den Betrieb aufgenommen. Sie liefert aufbereitetes Gas direkt in die Heizzentrale der Göttinger Stadtwerke. Bauherren und jetzige Betreiber sind 50 Landwirte aus der Region, das Landvolk Göttingen und der Maschinenring Göttingen, berichtet der Landesbauernverband in Niedersachsen. Das Investitionsvolumen beträgt rund 7,5 Mio. €. In der Anlage am Wartbergkreisel südwestlich von Rosdorf bei Göttingen wird das Gärgas entschwefelt und zum größten Teil in die Heizzentrale der Göttinger Stadtwerke geleitet. Dazu verlegten die Stadtwerke eine eigene Gasleitung. Zusätzlich investierte das Versorgungsunternehmen in den Bau von drei Heizblockkraftwerken. Mit einem Teil des Gases werden das Freibad und einige Gewerbebetriebe in Rosdorf beheizt.

Jan Hampe, Geschäftsführer des Maschinenringes Göttingen, ist heute Geschäftsführer der Betreibergesellschaft Biogas Göttingen GmbH & Co. KG. Das Landvolk Göttingen hält 10 Prozent der Anteile. Jährlich werden durch die Verbrennung des Biogases 25 Mio. kWh Wärme und Strom für 5.000 Wohnungen produziert, berichtet der Landvolk-Pressedienst. (az)
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