Mehlindustrie

GoodMills setzt auf alte Sorten

Der Hamburger Mühlenkonzern ist seit zwei Monaten in der Einführungsphase seines neuen Markenmehls "2ab Weizen." Vorausgegangenen sind jahrelange Forschungen der GoodMills Innovation. Gesucht wurde nach einem Urgetreide. Fündig geworden sind die Forscher bei der Emmer-Reihe triticum dicocum formasadum. Der 2ab-Weizen ist aufgrund seiner Zusammensetzung vor allem für Verbraucher geeignet, die nach dem Verzehr von Weizen Beschwerden im Magen-Darm-Trakt haben. Der Weizen  ist frei von D-Gluten und enthält weniger "Fodmap" als herkömmliche Weizen- oder Dinkelgebäcke, heißt es bei GoodMills. Je niedriger der Fodmap-Wert, der den Gehalt von Kohlenhydraten misst, desto geringer fallen die Unverträglichkeiten aus. 

Anbauklima spielt eine wichtige Rolle

Aber auch die Backfähigkeit ist beim Urweizen von GoodMills sichergestellt. Der Weizen wird vor allem in Osteuropa im Vertragsanbau angebaut. Das dortige Klima begünstige geringe Fodmap-Gehalte, erfuhr agrarzeitung.de. In Deutschland sei deshalb ein Anbau nicht angezeigt. GoodMills garantiert mit dem 2ab-Weizen bis in die Backstube, dass sich die Zusammensetzung des Mehls in den verschiedenen Verarbeitungsschritten nicht verändert.


GoodMills Innovation GmbH mit Sitz in Hamburg ist ein Gemeinschaftsunternehmen mit der dänischen Palsgaard. Zusammen mit der polnischen Tochtergesellschaft GoodMills Innovation Polska beschäftigt das Unternehmen 120 Mitarbeiter in Europa. (da)
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