GPS-Service

Gratis Steuerung fürs Feld

Seit Mitte Juni können Landwirte in Rheinland Pfalz einen kostenfreien GPS-Service nutzen. Das Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation in Koblenz stellt ihnen Geodaten zur Verfügung. Üblicherweise kostet dieser Dienst etwa 800 € pro Monat und wurde in Rheinland-Pfalz zum Beispiel über die Maschinenringe vertrieben, erklärt eine Mitarbeiterin des agrarpolitischen Sprchers der FDP, Marco Weber, der die Initiative mit auf die beine gestellt hat. Landwirte, Winzer und Lohnuntenrhemer könnten sich jetzt beim Landesamt für Vermessung und Geobasisinformation registrieren lassen und erhalten dann den kostenfreien Zugriff.


Der GPS-Service Sapos hat nach eigenen Auskünften gegenüber anderen GPS-Systemen zwei Vorteile: Erstens bietet Sapos HEPS-Daten an. Mit Hilfe dieses Hochpräzisen Echtzeit Positionierungs-Services (HEPS) lassen sich Schlepper, Feldspritze und Düngerstreuer genau steuern. Zweitens kann es über eine Internetverbindung empfangen werden. So braucht man weder eine Sichtverbindung zu einem bestimmten Satellit, noch einen zusätzlichen Antennen-Empfänger.


Rheinland-Pfalz möchte mit der Initiative digitaler Vorreiter in der Landwirtschaft in Deutschland werden. Das hat der Landes-Landwirtschaftsminister Volker Wissing gemeinsam mit Innenminister Roger Lewentz vor kurzem auf dem "Digital-Gipfel" in Ludwigshafen angekündigt. Das Interesse sei sehr hoch, heißt es aus dem Büro Weber.

Sapos ist allerdings ein Gemeinschaftsprojekt aller Bundesländer. Grundlage ist ein Netz von über 240 Referenzstationen in Deutschland. In Rheinland-Pfalz werden 18 Sendestationen betrieben. Berlin und Thüringen bieten diesen Service schon seit längerem an. (kbo)



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