Die Landwirtschaftskammer Niedersachsen rät Landwirten dringend zum akuraten Arbeiten. Beim Greening gibt es zum Jahr 2017 einen neuen Strafkatalog. Die Bestimmungen sind sehr komplex. Wer dagegen verstößt, muss mit ordentlichen Einbußen rechnen. 

Festzuhalten bleibt, dass einmalige, kleinere Abweichungen von den Bestimmungen der Anbaudiversifizierung oder den ökologischen Vorrangflächen keine großen Folgen haben, heißt es von Seiten der Landwirtschaftskammer Niedersachsen. Das gelte zum Beispiel, wenn Witterungsverhältnisse die zuvor zurechtgelegte Anbauplanung durcheinander bringen. Die Greeningprämie wird bekannterweise gekürzt und bei kleineren Verstößen greifen auch die Verwaltungssanktionen nur in einem kleinen Umfang.

Ab dem Jahr 2017 werden aber mehrjährige (drei Jahre in Folge) sowie umfangreichere Verstöße gegen die Greeningvorschriften erheblich teurer. Eine Verdopplung der Kürzungsregelungen und zusätzliche Sanktionen führen dazu, dass die Greeningprämie in einem erheblichen Maße gekürzt werden kann, wegfällt oder sogar darüber hinaus noch Auswirkungen auf die restliche Prämiensumme haben.

Daher rät die Kammer, unbedingt den Vorschriften zum Greening Folge zu leisten. So können beispielsweise die Vorteile höherer Deckungsbeiträge bei bestimmten Kulturen, die nach der Anbauplanung einen Umfang von mehr als 75 Prozent einnehmen sollen, in Anbetracht der drohenden Kürzungen schnell aufgezehrt sein. (az)
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