Greening kommt erst ab 2015


Die Reform der EU-Agrarpolitik wird voraussichtlich erst ein Jahr später in Kraft treten. 2014 dürfte für die Direktzahlungen zunächst alles beim Alten bleiben.

Es sei wenig wahrscheinlich, dass neue Regeln für die Direktzahlungen wie geplant 2014 in Kraft treten, bestätigte EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos am Montag in Brüssel vor Journalisten. Bereits Ende voriger Woche hatte es dazu Andeutungen aus der Brüsseler Generaldirektion Landwirtschaft gegegen.

Selbst wenn es im Februar 2013 eine Entscheidung zu den EU-Finanzen gebe und im Juni eine Einigung auf eine Agrarreform, werde es eng, betonte der Kommissar am heutigen Montag. Schließlich müssten noch Durchführungsverordnungen erlassen werden und die Zahlstellen in den EU-Mitgliedstaaten bräuchten auch noch etwas Zeit.

Im Grunde hätte die Reform bis Ende dieses Jahres unter Dach und Fach gebracht werden müssen, um 2014 sicher zur Anwendung zu kommen, erklärte Ciolos die Verzögerung. Praktische Probleme erwartet er nicht. Der Kommission falle es nicht schwer, ein Übergangsregime für die Direktzahlungen für das Jahr 2014 zu erlassen. Spätestens 2015 werde die Reform ganz sicher umgesetzt, inklusive Greening, stellte Ciolos klar. (Mö)
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