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Das Verwaltungsgericht Köln hat mit einem heute bekannt gegebenen Beschluss bestätigt, dass die Umweltorganisation Greenpeace berechtigt ist, die Fütterungsstudie zu der genveränderten Maissorte MON 863 einzusehen. Das Gericht hat einen Eilantrag des Unternehmens Monsanto abgelehnt, mit dem das Bundesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit in Berlin zur vertraulichen Behandlung einer Tierversuchsstudie nach dem Gentechnikgesetz verpflichtet werden sollte. Greenpeace habe einen Informationsanspruch nach dem Umweltinformationsgesetz, entschieden die Richter, heißt es in einer Mitteilung des Verwaltungsgerichts. Davon gehe das Bundesamt zu Recht aus. Das Unternehmen könne sich nicht auf den Schutz von Geschäftsgeheimnissen berufen. Denn es sei nicht ersichtlich, dass Konkurrenten des Unternehmens aus der Veröffentlichung der Studie wirtschaftlichen Nutzen ziehen könnten, lautet die Begründung des Verwaltungsgerichts.

Monsanto will genveränderten Mais aus den USA importieren. Die dafür erforderliche Genehmigung setzt voraus, dass zunächst eine "Tierfütterungstudie" durchgeführt werde. Die Maissorte MON 863 wurde deshalb über einen Zeitraum von 90 Tagen an Ratten verfüttert, die Versuchsergebnisse wurden dokumentiert, heißt es weiter. Greenpeace hatte Einsicht in die Studie beantragt. Laut Greenpeace sollen in dieser Studie Gesundheitsschäden bei Ratten nach der Verfütterung festgestellt worden sein. (ED)

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