Die Umweltschutzorganisation Greenpeace hält einen Atomausstieg bis 2015 und einen Ersatz von Kohle bis 2040 für möglich. Bioenergie spielt in dem Szenario eine untergeordnete Rolle. Der Atomausstieg soll nach Berechnungen von Greenpeace bis 2015 und ein Ausstieg aus der energetischen Kohlenutzung bis 2040 möglich sein. Das geht aus einem Fahrplan für die Energiewende hervor, den die Umweltschutzorganisation heute im Vorfeld des für Freitag angesetzten Energiegipfels von Bundesregierung und Bundesländern in Berlin präsentiert hat. Eine vollständige Energieversorgung mit Erneuerbaren Energien hält Greenpeace bis 2050 für möglich. Als Brückentechnologie zählen für Greenpeace Erdgaskraftwerke und die Kraft-Wärme-Kopplung. Für den Atomausstieg bis 2015 müssten 16 Erdgaskraftwerke gebaut werden, so die Organisation weiter. Neuinvestitionen dürften nur in Energieeffizienz, Erneuerbare Energien, Erdgaskraftwerke und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) gehen.

Die Bioenergie spielt in dem Greenpeace Konzept nur eine untergeordnete Rolle. Das Wachstum der Erneuerbaren Energien will die Organisation vor allem mit Windkraft, Solaranlagen und Erdwärme erzielen. „Nachhaltiges Biogas" soll laut dem Plan erst ab 2020 immer mehr Gas-KWK-Anlagen betreiben. (sta)
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