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"Mehrfachbelastungen mit Pestiziden in Obst und Gemüse sind noch immer Realität," sagte Manfred Krautter von Greenpeace heute in Köln. Er stützte diese Aussage auf eine Untersuchung von 576 Proben im Auftrag seiner Organisation. Mit dem neuen Einkaufsführer "Essen ohne Pestizide" will die Umweltorganisation Druck auf den Lebensmitteleinzelhandel erzeugen. Dieser soll seine Lieferanten zur Einhaltung niedriger Rückstandshöchstmengen auffordern. Erfolge sieht Krautter unter anderem bei Lidl, dessen Waren im Jahr 2005 extrem häufig beanstandet worden seien. Nun erzielt Lidl im Greenpeace-Ranking einen Spitzenplatz. In 65 Prozent der Proben haben die beauftragten Labore mehrere Pflanzenschutzmittel gefunden. In 2 Prozent der Proben sei die akute Referenzdosis (ARfD) überschritten worden, betonte Krautter. (brs)
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