Greenpeace stellt Einkaufsführer vor

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Den Schwerpunkt Milchprodukte deckt die 6. Auflage des Einkaufsratgebers "Essen ohne Gentechnik" von Greenpeace ab. Im Vorfeld der Internationalen Grünen Woche stellte Alexander Hissting, Agrarexperte bei Greenpeace, die Broschüre heute in Berlin vor. Darin sind 700 Bewertungen von Firmen und Marken der Lebensmittelwirtschaft enthalten. Im Vorfeld hatten der Milchindustrieverband (MIV) und der Deutsche Raiffeisenverband (DRV) ihre Mitglieder aufgefordert, die Fragen von Greenpeace zur Verarbeitung von Milch, die von Kühen stammt, welche mit deklarationspflichtigen gentechnisch veränderten (GV)-Futtermitteln gefüttert werden, nicht oder nur mit einem Standardschreiben zu beantworten. Das führte dazu, räumte Hissting ein, dass mit Abstand die meisten Marken und Unternehmen in die rote Kategorie (verarbeiten Milch von Kühen, die mit GVO gefüttert wurden) eingestuft worden seien.

Er hält das für "ein Eigentor der Verbände", da er eine zunehmende Nachfrage nach nachweislich ohne Einsatz von Gentechnik produzierten Molkereiprodukten sieht, auch im Exportgeschäft. Auf Nachfrage der Agrarzeitung Ernährungsdienst gab Hissting zu, dass in der grünen Kategorie (verarbeiten keine Milch von Kühen, die mit GVO gefüttert wurden) nur kleinere Molkereien mit regionaler Marktbedeutung gelistet seien. (BS)

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