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Die Milcherzeugung in überseeischen Gebieten ist kaum steigerungsfähig. Dabei könne der Trend einer weltweit steigenden Nachfrage den europäischen Milchmarkt deutlich prägen, erwartet der Deutsche Bauernverband (DBV), Berlin. So sei die Milchproduktion in Neuseeland derzeit kaum steigerungsfähig, berichtet der DBV in einer aktuellen Pressemitteilung. Als Gründe dafür nennt der Verband die begrenzte Zahl der dort lebenden Milchkühe. Deren Reproduktionsrate lasse derzeit nur die Bestandsergänzung zu. Zusätzlich stehe nur ein knappes Flächenangebot zur Verfügung. Die Situation in Australien sei durch eine seit zwei Jahren herrschende Dürresituation gekennzeichnet. Dadurch müsse nach Einschätzung von Experten von einem Rückgang der australischen Milchproduktion von 8,5 Mio. t um 2 Mio. t ausgegangen werden. Zusätzliche große Milchmengen seien auch von Ländern wie Brasilien, den USA, Argentinien oder Mexiko nicht zu erwarten. Hinzu komme eine bremsende Wirkung durch den Ausbau der Bioethanolproduktion in diesen Ländern. Aus diesen Tatsachen lasse sich nach Einschätzung des DBV eine gute Entwicklung für die Milcherzeuger in Europa erwarten. (ED)
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