Grenzwert für Dioxin in Kaolinit-Ton

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Über einen Grenzwert für Dioxin in Kaoliniten hat sich die EU-Kommission am Dienstag im Ständigen Futtermittelausschuss in Brüssel mit den EU-Mitgliedstaaten geeinigt. Das Tonmineral, das als Zusatzstoff im Mischfutter verwendet wird, soll nicht mehr als 500 Pikogramm pro Kilogramm an Dioxin enthalten. Der Wert liegt an der Nachweisgrenze. In der kommenden Woche muss noch formal abgestimmt werden. Für andere bergmännisch gewonnene Minerale, die im Mischfutter verwendet werden, sollen bis März 2000 Dioxingrenzwerte festgelegt werden. In Kaolinit aus Gruben im Westerwald wurden im Sommer 1999 erhöhte Dioxinwerte gemessen, für die der Vulkanismus in der Erdgeschichte verantwortlich ist. Nach den Citruspellets ist Kaolinit der zweite Rohstoff für das Mischfutter, für den ein Dioxin-Höchstgehalt festgesetzt wurde. Bei den von der Kommission geplanten Grenzwerten für Fischöl besteht dagegen noch Uneinigkeit mit den EU-Mitgliedstaaten. (Mö)
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