Grenzwert für Saatgut in der Diskussion

1

Die "Verunreinigung" von konventionellem Saatgut mit gentechnisch veränderter Sorten möchte die EU-Kommission weiterhin mit den Mitgliedstaaten einheitlich regeln. Vergangene Woche wurde im Ständigen Ausschuss für Saatgut in Brüssel ein Grenzwert von 0,5 Prozent diskutiert. Da es aber nicht nur um die Größe, sondern ebenso auf einheitliche Probenahmen- und Messmethoden ankommt, konnte noch keine Entscheidung getroffen werden. Diese strebt die Kommission nun in der ersten Juli-Hälfte an. Der Grenzwert soll nur für gentechnisch veränderte Sorten gelten, die auch in der EU zugelassen sind. Für nicht zugelassene gilt der Null-Grenzwert. Ab einem Anteil von mehr als 0,5 Prozent muss das Saatgut aber nicht vernichtet werden, da es nicht um ein Gesundheitsproblem ginge, sondern nur um die Transparenz für den Konsumenten, regte die Kommission an. Es werde eher darüber gesprochen, ob in einem solchen Fall das Saatgut mit konventioneller Ware vermischt werden darf, um den Grenzwert von 0,5 Prozent wieder zu erreichen. Ein Grenzwert von 0,5 Prozent im Saatgut soll dazu führen, dass im Erntegut nicht mehr als 1 Prozent gentechnisch veränderte Organismen enthalten sind, so wie es in der Novel-Food-Verordnung für Lebensmittel festgelegt wurde. (Mö)
stats