Zukunftsmarkt

Grimme baut Werk in China

Grimme wird auf einem 3 ha großen Areal ein 13.000 qm großes Montagewerk und ein Verwaltungsgebäude in der Hafenstadt Tianjin, etwa 80 km südöstlich von Peking entfernt, errichten. Um das gleich hohe Qualitätsniveau „Made by Grimme" wie in Deutschland zu erreichen, wird die gesamte Fertigung mit hochmodernen Anlagen ausgestattet. Bereits im Frühjahr 2017 soll dort mit der Fertigung von Landmaschinen begonnen werden, teilte Grimme mit. „Wir produzieren im ersten Schritt zwei- und vierreihige Legemaschinen, Reihenleger und Lagerungstechnik", so eine Unternehmenssprecherin gegenüber agrarzeitung.de.


China ist den Angaben zufolge mit mehr als 5 Mio. ha Anbaufläche der größte Kartoffelproduzent der Welt. Diese soll nach Willen der chinesischen Regierung bis 2020 auf 10 Mio. ha verdoppelt werden. Die Mechanisierungsquote ist mit etwa 20 Prozent noch sehr gering und zeigt nach Einschätzung von Grimme deutliches Potenzial für moderne Landtechnik auf. Das Dammer Familienunternehmen ist seit fünf Jahren in China mit einer eigenen Niederlassung und 40 Mitarbeitern in der Nähe von Peking tätig.


Die Leitung für dieses wichtige Zukunftsprojekt wird der 27-jährige Maschinenbau- und Wirtschaftsingenieur Christoph Grimme übernehmen. „Wir investieren über 13 Millionen Euro in diesen Zukunftsmarkt und ich freue mich sehr, dass unser Sohn Christoph diese wichtige Aufgabe in unserem Unternehmen übernimmt", so Eigentümer Franz Grimme. (Sz)
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