Grippe ist offiziell umbenannt

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Die aktuelle Grippewelle, die sich international ausbreitet, hat jetzt mit „Influenza A/H1N1” einen neuen Namen. Die geänderte Bezeichnung ist offiziell von der Weltgesundheitsorganisation WHO am Abend des 30. April bekannt gegeben worden. Zuvor hatten zahlreiche Organisationen, unter anderem das Internationale Tierseuchenamt (OIE), eine Umbenennung gefordert. Die ursprüngliche Bezeichnung „Schweinegrippe“ hatte dazu geführt, dass die Grippe irrtümlich mit einer Schweineerkrankung in Verbindung gebracht werden konnte.

Außerdem haben am Donnerstag die WHO, die OIE und die Welternährungsorganisation FAO in einer gemeinsamen Stellungnahme ausdrücklich betont, dass vom Verzehr von Schweinefleisch, wenn es sachgerecht zubereitet wird, keinerlei Infektionsgefahr ausgeht und damit auch Importverbote jeder Grundlage entbehren.

Auch das Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) hat noch am Donnerstag Abend eine Erklärung veröffentlicht. Das Virus habe nur Ähnlichkeiten mit H1N1 Viren, die bei Schweinen vorkommen. In welchem Organismus das Virus seine humanpathogenen und humaninfektiösen Eigenschaften erworben hat, sei jedoch unklar. "Bisher jedenfalls ist das Virus in der jetzt gefundenen und für den Menschen gefährlichen Form noch nie bei Schweinen nachgewiesen worden" betont das BMELV. Deswegen bestünde auch kein Ansteckungsrisiko beim Kontakt mit Schweinen, beim Verzehr von Schweinefleisch oder daraus hergestellten Produkten. (db)

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