Größere Verarbeitungskapazität für Ökoprodukte erforderlich

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In Thüringen haben in den vergangenen Jahren vor allem kleinere Betriebe ihre Wirtschaftsweise auf ökologischen Landbau umgestellt, hieß es in einer Anhörung zum ökologischen Landbau vor dem Ausschuss für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten des Thüringer Landtages. So verfügten zwei Drittel der kontrollierten Betriebe über weniger als 20 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche. Von den insgesamt 16.800 ha Ökofläche befinden sich 9.385 ha in den Mitgliedsbetrieben der Gäa. Positiv bewerteten die Teilnehmer der Anhörung die Vermarktung der Thüringer Öko-Produkte. Sie folge dem bundesweiten Aufwärtstrend. Es gebe keine Absatzprobleme. Als sehr kritisch gelte allerdings die Tatsache, dass die überwiegende Menge der Ökoprodukte, zum Beispiel das gesamte Kartoffelaufkommen, mangels eigener Kapazitäten außerhalb Thüringens verarbeitet werde.
In Thüringen wirtschaften derzeit 164 Betriebe nach den Richtlinien des ökologischen Landbaus. Ihr Anteil an der landwirtschaftlichen Nutzfläche beträgt 2,0 Prozent und am Grünland 4,1 Prozent. Der Viehbesatz beträgt etwa 51 Großvieheinheiten pro 100 ha landwirtschaftlicher Nutzfläche. Neben den Landwirtschaftsbetrieben sind 37 Verarbeiter im Ökosektor tätig. (Bm)
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