Die großen Supermarktketten in Großbritannien bekommen auf den Weltmärkten nicht mehr genügend "gentechnik-freie" Rohstoffe. Damit werde es erheblich erschwert, Lebensmittel ohne kennzeichnungspflichtige Anteile von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) auf den Markt zu bringen.  Dies beklagten Vertreter der großen Lebensmittelketten wie Tesco, Sainsbury's, Marks & Spencer und des Discounters Aldi gegenüber britischen Regierungsbeamten. Es gebe auf den Weltmärkten nicht mehr genügend Rohstoffe, die ohne Nutzung gentechnisch veränderter (GV-)Pflanzen hergestellt werden, zitiert transgen.de die britische Tageszeitung Telegraph. Das verfügbare Angebot bei konventionellen Rohstoffen gehe zurück, was zu steigenden Preisen führe. Engpässe gibt es offenbar bei pflanzlichen Ölen und Fetten. Viele Caterer würden Fette und Öle aus GV-Sojabohnen verarbeiten, ohne die mit hergestellten Mahlzeiten oder Produkte wie vorgeschrieben zu kennzeichnen.

Die britische Konsumenten sind gegenüber GV-Lebensmitteln allerdings weitaus gelassener als noch vor sechs Jahren. Nach der aktuellen Auswertung einer regelmäßigen Umfrage der britischen Lebensmittelbehörde gaben nur 4 Prozent der Befragten spontan an, sie seien über GV-Lebensmittel besorgt. Das ist der niedrigste Wert seit Beginn der Umfragen 2003. (az)
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