Großbritannien bekämpft Bakterienbelastung bei Geflügel

Die bakterielle Belastung von Geflügelbeständen in Großbritannien soll verringert werden. Regierung und Geflügelindustrie haben gemeinsam einen entsprechenden Maßnahmenkatalog vorgelegt. Demnach soll der Anteil von Schlachtgeflügel, das mit dem Bakterium Campylobacter belastet ist, reduziert werden, teilt die Regierungsorganisation Food Standards Agency (FSA) mit. Den Angaben zufolge sind nahezu zwei Drittel des in Großbritannien verkauften Hühnerfleisches mit Campylobacter belastet. In die Kategorie mit der höchsten Belastung entfallen laut FSA 27 Prozent des Geflügels. Bis 2015 soll dieser Anteil auf 10 Prozent gesenkt werden. Geeignete Maßnahmen um die Belastung zu reduzieren seien bessere Hygienemaßnahmen in landwirtschaftlichen Betrieben sowie eine Warmwasser- oder Dampfbehandlung der Schlachtkörper. Auch der Einsatz von antibakteriellen Waschsubstanzen wird vorgeschlagen.

Laut FSA ist Campylobacter eine wesentliche Ursache für Lebensmittelvergiftungen in Großbritannien. Den Angaben zufolge erkranken jährlich etwa 300.000 Menschen an mit dem Bakterium verunreinigten Lebensmitteln. Die FSA wurde im Jahr 2000 gegründet. Zu ihren Aufgaben gehören die Reduzierung nahrungsmittelbedingter Erkrankungen und die Verbesserung der Lebensmittelsicherheit in der gesamten Nahrungskette. (sch)
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