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Am Montag haben sich die Beteiligten des "magischen Sechsecks" - insbesondere der Lebensmittelhandel, die Öko-Anbauverbände Bioland, Mainz, und Demeter, Darmstadt, der Deutsche Bauernverband (DBV), Bonn, sowie die Politik - auf ein einheitliches deutsches Ökosiegel nach den Kriterien der EU-Ökoverordnung verständigt, informiert das Bundeslandwirtschaftsministerium. "Dies ist eine große Allianz für ein einheitliches Ökosiegel. Sie ist gut für die Verbraucherinnen, Verbraucher und die Umwelt", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast. Jetzt komme es darauf an, die Grafik für das Siegel zu erarbeiten und öffentlich zu machen. Dann könne das Siegel verwendet werden - zunächst auf freiwilliger Basis, eine gesetzliche Absicherung werde auf den Weg gebracht. Die von den Bundesländern zugelassenen Kontrollstellen werden die Einhaltung der Kriterien sicherstellen, so Künast.

Drei Aspekte seien bei der Wahl des Standards ausschlaggebend gewesen: Angebotssicherheit über das Jahr, einfaches und unbürokratisches Vergabeverfahren und die Möglichkeit des Mitmachens für alle Interessierten. Der DBV lege großen Wert darauf, dass die von Künast am Montag gegebene politische Zusage, die EU-Ökoverordnung umgehend mit anderen EU-Mitgliedstaaten weiterzuentwickeln, eingehalten werde. Nur unter dieser Voraussetzung war es dem DBV möglich, das einheitliche Ökosiegel mitzutragen, heißt es von Seiten des DBV. (ED)
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