Große Getreideernte drückt Erzeugerpreise

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An der schwachen Verfassung des Weizenmarktes dürfte sich kurzfristig nichts ändern, erklärten Landwirte, Agrarhändler und Verarbeiter auf dem Zentrallandwirtschaftsfest (ZLF) in München. Der Preisdruck sei eine Folge der Rekordernte bei Weizen in nahezu allen Anbaugebieten der nördlichen Halbkugel. Jüngste Schätzungen sprechen von insgesamt 676 Mio. t gegenüber 611 Mio. t im vergangenen Wirtschaftsjahr. Kurzfristige Preiserhöhungen, etwa auf Grund von Exportgeschäften, sollten als Verkaufsanreiz gesehen und genutzt werden, meinte der Vertreter eines Handelshauses gegenüber ernährungsdienst.de.

Für Brotweizen werden im süddeutschen Raum den Erzeugern je nach Region zwischen 135 bis 145 €/t netto, Valuta 1. Oktober geboten. Qualitätsweizen mit mindestens 13 Prozent Protein dürfte mit etwa 145 bis 150 €/t abgerechnet werden. Qualitätsweizen mit mindestens 14 Prozent Protein erzielt 155 bis 160 €/t. Für E-Weizen sind 175 bis 185 € als Erzeugerpreise im Gespräch. Auch der Roggenmarkt geriet in den Sog nach unten, wurde auf dem ZLF bestätigt. Nach Informationen von Marktbeobachtern erzielen die Landwirte in Süddeutschland für Brotroggen mit mindestens 120 Sek. Fallzahl 105 bis 115 €/t netto, Valuta 1.Oktober. (HH)

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