Große Landgeschäfte werden transparent


Eine neue Datenbank listet Geschäfte auf, bei denen Investoren in großem Stil Agrarland im Ausland kaufen. Im Zentrum des Interesses steht oft Afrika. Reichlich 1.000 Einträge bietet die neue Datenbank Land Matrix bisher. Die Daten und eine Kurzbeschreibung in Englisch, Französisch oder Spanisch sind seit dem Jahr 2000 verfügbar und sollen ständig aktualisiert werden. Das Projekt wird von Nicht-Regierungsorganisationen und halbstaatlichen Institutionen getragen. Dazu kommt finanzielle Unterstützung einiger staatlicher Einrichtungen, die jedoch keine inhaltliche Verantwortung übernehmen. Aus Deutschland sind zum Beispiel die Entwicklungshilfeorganisation GIZ und das Bundesentwicklungshilfeministerium beteiligt.

Internationale Landkäufe werden von zahlreichen Nicht-Regierungsorganisationen oft als „Land-Grabbing" - wörtlich übersetzt Landnahme - kritisiert. Ab Mitte Mai sollen freiwillige Leitlinien der UN-Landwirtschaftsorganisation (FAO) gelten, die einen verantwortungsvollen Umgang mit Boden- und Landnutzungsrechten, Fischgründen und Wäldern definieren. (db)
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