Ekotechnika AG

Große Maschinen in Russland gefragt

Die Ekotechnika AG steigerte ihren Umsatz im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2016/17 (31.3.) um rund 23 Prozent auf 55,2 € (Vj. 44,9 Mio. €). Das Unternehmen ist die deutsche Holding des größten Händlers internationaler Landtechnik in Russland, der EkoNiva-Technika Gruppe. Trotz weiterhin herausfordernder Rahmenbedingungen und starkem Wettbewerbsdruck liege die Umsatzentwicklung im ersten Halbjahr damit im Plan, teilte Ekotechnika mit. Den größten Umsatzanteil mit 60 Prozent generierte der Verkauf von Landmaschinen, der im Berichtszeitraum aufgrund der wachsenden Nachfrage nach hochpreisigen Neumaschinen um 18 Prozent auf 33,1 Mio. € zulegte. Die Erlöse aus dem Verkauf von Ersatzteilen verzeichneten einen Anstieg um 42 Prozent auf 18,6 Mio. €. In der Service Sparte verringerte sich der Umsatz von 1,3 auf 1,1 Mio. €.

Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen der Ekotechnika AG belief sich im ersten Halbjahr auf 4,9 Mio. € (Vj. 2,9 Mio. €). Trotz der sehr volatilen Margen bei Neumaschinen konnte das operative Ergebnis (Ebit) von 1,9 Mio. € in der Vorjahresperiode auf 4,1 Mio. € gesteigert werden. Das Periodenergebnis war im Berichtszeitraum mit 2,4 Mio. € ebenfalls positiv. In der Vorjahresperiode wurde das Ergebnis von 58,7 Mio. € stark durch den Einmaleffekt aufgrund des im Dezember 2015 durchgeführten Debt-to-Equity-Swap beeinflusst. Das Eigenkapital zum Zwischenbilanzstichtag 31. März 2017 lag mit 16,1 Mio. € (Vj. 12,6 Mio. €) und einer Quote von 17,1 Prozent (Vj. 17,3 Prozent) im positiven Bereich.

Angesichts hoher Preise für in Rubel gehandelte Agrarrohstoffe im ersten Halbjahr 2016/17 hätten die Kunden verstärkt in Landmaschinen investiert, heißt es bei Ekotechnika. Dies habe sich deutlich in den Absatzzahlen der Gesellschaft widergespiegelt. Die Wertsteigerung des Rubels gegenüber dem Euro habe die Wettbewerbsfähigkeit importierter Landmaschinen im Vergleich zu russischen Herstellern verbessert. Nichtsdestotrotz werde der Markt weiterhin von lokalen Anbietern dominiert, deren Preise durch staatliche Subventionen deutlich unter denen der Importeure liegen.

Der Vorstand erwartet für das zweite Halbjahr eine im Vergleich zum Vorjahr moderate Umsatzentwicklung und bestätigt für das Gesamtjahr seine Prognose mit stabilen Erlösen zwischen 117,0 und 120,0 Mio. € und einem positiven operativen Ergebnis (Ebit) zwischen 6,0 und 7,0 Mio. €. (SB)
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