Als erfolgreichen Zusammenschluss von mittelständischen Rapszüchtern präsentiert sich die Rapool-Ring GmbH, Isernhagen, zu ihrem 40jährigen Jubiläum. Die Gründung der Gesellschaft 1974 ist eng verbunden mit der ersten Erucasäure-freien Rapssorte weltweit. Nach den weiteren Meilensteinen, die Rapszüchter der Gesellschafter in der Vergangenheit gesetzt haben, stehen auch künftig verbesserte Sorten zur Zulassung an.

Im dritten Jahr der Wertprüfung befinden sich fünf neue Sorten des Rapool-Rings. Sie warten mit verbessertem Ölertrag, Phomatoleranz oder Glucosinolatgehalt auf. Im zweiten Jahr der Wertprüfung stehen sechs Rapool-Sorten.

Weil Raps sowohl Öl- als auch Futterpflanze ist, können Rapszüchter ein umfangreiches Spektrum an Zuchtzielen nennen. Hinzu kommen ackerbauliche Verbesserungen der Sorten wie eine gesteigerte N-Effizienz, darauf wies Dr. Martin Frauen von der Norddeutschen Pflanzenzucht hin. So müssen heute nur noch 4,7 kg N/dt Erntegut eingesetzt werden statt der früheren 6,2 kg N/dt Erntegut.

Neben dem Ölgehalt verfügt Raps über ein wertvolles Futterprotein. Vor allem im Gehalt an schwefelhaltigen Aminosäuren sei Raps dem Soja überlegen, erklärt Dr. Dieter Stelling, Rapszüchter der Deutschen Saatveredelung AG, Lippstadt. Zur weiteren Verbesserung des Futterwertes müssten nachteilige Inhaltsstoffe im Raps reduziert werden.

Weil die Sortenentwicklung bei Raps rund 10 Jahre dauert, bereiten die Züchter in diesem Jahr bereits das 50jährige Rapool-Jubiläum vor, kündigte Frauen an. Die Kreuzungen dieses Jahres könnten sich bis 2024 zu marktreifen Sorten mausern.(brs)
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