Große Umwelteffekte durch präzisen Einsatz von Technik

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Große Effekte im Bereich Natur- und Umweltschutz durch eine teilflächenspezifischen Bewirtschaftung (Precision Farming) erwartet Dr. Armin Werner vom Zentrum für Agrarlandschafts- und Landnutzungsforschung in Münchberg. Dabei spiele insbesondere die differenzierte Bodenbearbeitung eine wichtige Rolle, erläuterte Werner gestern auf dem DLG-Kolloquium "Umweltschonende Landwirtschaft mit Hilfe neuer Technologien" in Bonn. Die breite Einführung des Precision Farming stoße derzeit aber auf einige technische, methodische sowie wirtschaftliche Schwierigkeiten. So gebe es kaum pflanzenbauliche Prinzipien und Regeln, die direkt in der Praxis umsetzbar seien und nach denen die Maßnahmen auf den einzelnen Teilflächen differenziert durchgeführt werden können. Hier bestehe noch erheblicher Forschungsbedarf. Zudem zeichne sich gegenwärtig nur ein geringer Kostenvorteil gegenüber der einheitlichen Flächenbewirtschaftung ab. Allerdings stehe man erst am Anfang der Entwicklung dieser neuen Technologie. Werner zeigte sich überzeugt, dass Precision Farming künftig ein wichtiges Instrument in der umweltschonenden Landbewirtschaftung sein werde. (AW)
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