Großes Angebot an Futtergetreide

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Im Gebiet der ZG Karlsruhe wurden in dieser Woche etwa 30 bis 40 Prozent der Getreideernte eingebracht. Insbesondere in den Frühdruschgebieten der Rheinebene sind dabei erhebliche Qualitätsminderungen bei Weizen eingetreten. So lautete heute das vorläufige Fazit von Dr. Ewald Glaser, Vorstandsvorsitzender des Unternehmens, über den bisherigen Verlauf der Getreideernte bei einer Pressekonferenz in der Nähe von Karlsruhe. Die eingebrachte Roggenernte stehe ganz im Zeichen von Auswuchs und geringen Fallzahlen. Ein Drittel der bisherigen Roggenernte von etwa 8.000 t könne nur als Futterrogen vermarktet werden. Die Erträge lägen bei etwa 52 dt/ha. Die bereits abgeschlossene Wintergerstenernte sei zum großen Teil trocken eingebracht worden. Die Erträge lägen durchschnittlich bei 62 dt/ha. Die Erträge bei Mahlweizen werden bisher auf durchschnittlich 63 dt/ha geschätzt, für A- und E-Qualitäten seien weder für die Erträge noch für die geernteten Mengen zuverlässige Zahlen zu nennen. Glaser geht jedoch davon aus, dass es in diesem Jahr auf Grund der großräunmig festgestellten Qualitätsminderungen auch bei den europäischen Nachbarn zu einem sehr großen Angebot an Futtergetreide komme. Das wirke sich auch auf die Preise der bevorstehenden Maisernte aus, die sich bereits abgeschwächt hätten. (dg)
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