Großes Angebot drückt Preise für Schweinefleisch

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Orientierungslosigkeit und Furcht vor einer Ausbreitung der Maul- und Klauenseuche (MKS) kennzeichnen die derzeitige Situation am Schweinefleischmarkt. Innerhalb weniger Tage hat sich die Lage auf den deutschen Märkten von Verknappung kurzfristig zu einem großen Angebot gewendet, schreibt die Agrarzeitung Ernährungsdienst in ihrer heutigen Ausgabe. Wegen der Gefahr einer möglichen Ansteckung mit MKS hat die Abgabebereitschaft der Erzeuger stark zugenommen. Regional wurde zeitweise sogar von Panikverkäufen gesprochen. Es werden inzwischen auch sehr junge Schweine mit niedrigen Lebendgewichten in größerer Stückzahl vermarktet. Transport-, Export- und Schlachtbeschränkungen sorgen zusätzlich für Verwirrung und Preisunsicherheit. Nach einer rasanten Steigerung der Schlachtschweineauszahlungspreise in den vergangenen Wochen sind mittlerweile deutliche Preisabschläge an der Tagesordnung. Der Basispreis im Süden liegt für Schweine mit 56 Prozent Muskelfleischanteil um 3,70 bis 3,75 DM/kg Schlachtgewicht (SG) frei Schlachtstätte. Im Norden wurden noch vor einer Woche Spitzenwerte von 4,20 DM/kg SG genannt, die nun auf ein Niveau von 3,90 DM/kg SG zurück fielen. (HH)
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