Iran-Delegation

Großes Interesse an Handelsbeziehungen

Die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen Iran und Deutschland sind nie ganz abgebrochen. Mit dem Ende der Sanktionen erleben sie einen Aufschwung. Deutsche Unternehmen nutzen Agrar- und Lebensmittelmessen in Teheran, um Kontakte zu knüpfen. Eine iranische  Handelsdelegation reist nun nach Deutschland, um die Handelsbeziehungen für den Import von deutschen Agrarprodukten zu vertiefen. 2015/16 wurden rund 1,3 Mio. t deutsches Getreide in den Iran exportiert. Abnehmer ist im Iran die Goverment Trading Corporation (GTC), die zu den größten Importeuren von Agrarerzeugnissen in der Welt zählt und den Markt für landwirtschaftliche Produkte der Islamischen Republik kontrolliert.

Vom 23. bis 27. April will sich Dr. Ali Ghanbari, stellvertretender Landwirtschaftsminister und Vorsitzender der GTC, mit seiner Delegationen einen Einblick in den deutschen Getreidemarkt verschaffen, neue Kontakte aufbauen und bestehende intensivieren. Dies ist nach Angaben des Maklerunternehmens Sartori & Berger, die den Aufenthalt organisieren, der erste Besuch der GTC in Deutschland.

Marktexperten gehen hierzulande davon aus, dass die deutschen Exporte in Richtung Iran im zweistelligen Prozentbereich in den kommenden Jahren wachsen werden. Darüber hinaus besteht Nachholbedarf im Iran in punkto Technologie-Know-How, inbesondere in der Lebensmittel- und Gastronomiebranche. (AW)
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