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Die jüngsten Überschwemmungen und andere Naturkatastrophen im Süden Russlands haben die Mängel des nationalen Ernteversicherungssystems ans Licht gebracht, schreibt die Moskauer Zeitung "Vedomosti". Seit 1991 besteht im Lande hierfür keine Versicherungspflicht mehr. Für die freiwillige Ernteversicherung haben aber die meisten Agrarproduzenten keine Finanzmittel. Zwar hilft der Staat ihnen weiterhin durch Zuzahlungen, die sich seit dem vergangenen Jahr wieder auf die Hälfte der Versicherungsprämien belaufen. Allerdings werden diese Mittel an wenige im Agrarbereich noch tätige Versicherungsgesellschaften mit Verspätungen von bis zu einem Jahr überwiesen. Nun ging im Lande die Zahl der Landwirtschaftsbetriebe, die von der Ernteversicherung Gebrauch machten, von 26.000 im Jahr 1990 auf nur 551 im vergangenen Jahr zurück. (pom)
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