Grüne Woche: Agrarministergipfel entwirft Spielregeln für Investoren


Am Ende des internationalen Agrarministertreffens steht ein Papier mit Handlungsempfehlungen. Die Weltgemeinschaft soll diese nun weiter diskutieren.

"Das Kommuniqué ist kein Schlusspunkt, sondern wird weitergegeben an den UN-Welternährungsausschuss, um die darin festgehaltenen Schritte gemeinsam mit privaten Investoren, der Staatengemeinschaft und der Zivilgesellschaft in die Tat umzusetzen", sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner an diesem Samstag in einem knappen Statement zum Abschluss des 5. Internationalen Agrarministergipfels anlässlich der Grünen Woche in Berlin.

Aigner übergab das Dokument an Yaya Olaniran, Vorsitzender des Ausschusses für Welternährungssicherung der Vereinten Nationen. "Die Unterzeichnenden repräsentieren 70 Prozent der Weltbevölkerung", hielt Yaya Olaniran fest, die in dem Dokument festgehaltenen Schritte zur Lösung der Ernährungssicherung und Entwicklung der Agrarwirtschaft weltweit "müssen implementiert werden", betonte er.

Die Minister brachten zu Papier, dass zur Steigerung der weltweiten Agrarproduktion jährliche Investitionen von im Schnitt 83 Mrd US-$ notwendig seien. Dazu seien Anstrengungen sowohl privater als auch öffentlicher Akteure gefragt - auch in öffentlich-privaten Gemeinschaftsprojekten. Rechtssicherheit für Investoren müsse geschaffen werden. Gleichzeitig sollen die Rechte von Klein- und Kleinstbauern, die gerade in Entwicklungsländern die Landwirtschaft prägen, gewahrt werden.

Das Dokument enthält auch aus Sicht der entwickelten Nationen kontroverse Punkte: So bekennt sich das Dokument zur gerade in Teilen Westeuropas häufig kritisierten, intensiven Landwirtschaft: "nachhaltige Landwirtschaft, inklusive intensiver Landwirtschaft", wird als Möglichkeit aufgezählt, um die Ernährung zu sichern. (pio)
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