Grüne Woche: Aigner hinterfragt kleinbäuerliche Strukturen


Die Agrarministerin Ilse Aigner ruft dazu auf, die Konservierung kleinbäuerlicher Strukturen in Entwicklungsländern zu überdenken. Sie plädiert für Weiterbildung.

In den nachgelagerten Stufen der agrarwirtschaftlichen Produktion, etwa in der Veredelung, könnten Kleinbauern perspektivisch auch eine Einkommensquelle finden, sagte Bundeslandwirtschaftsministerin Ilse Aigner am Samstag auf einer Podiumsdiskussion während des Global Forum for Food and Agriculture (GFFA) auf der Grünen Woche in Berlin.

In Deutschland gehe die Zahl der landwirtschaftlichen Betriebe stetig zurück, zuletzt wurden rund 300.000 Betriebe gezählt. Trotzdem beschäftige die Agrarwirtschaft in allen Bereichen 4,6 Millionen Menschen. Das zeige, dass auch die vor- und nachgelagerten Stufen der landwirtschaftlichen Produktion den Kleinbauern auch in Entwicklungsländern nach Umschulungen und Weiterbildungen ein Auskommen ermöglichen könnten. (pio)
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