Grüne Woche: DBV sorgt sich um Zweite Säule


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Der Deutsche Bauernverband (DBV) befürchtet, dass im Falle einer EU-Haushaltskürzung die Mittel für die ländliche Entwicklung gekürzt werden, sagte DBV-Präsident Gerd Sonnleitner am Donnerstag zum Auftakt der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Der Haushalt für die Finanzierung der Ersten Säule stehe für die Jahre 2007 bis 2013. Dafür hätten die "Schröder/Chirac-Vereinbarung" und der entsprechende Beschluss des Gipfels von 2002 gesorgt, zeigte sich Sonnleitner überzeugt. Jedoch wolle auch Bundeslandwirtschaftsministerin Renate Künast in den laufenden EU-Haushaltsplanungen den EU-Beitrag der EU-Mitgliedstaaten von 1,24 auf 1,0 Prozent des Brutto-Nationaleinkommens begrenzen.

Sonnleitner empfindet es als untragbar, wenn dadurch ab 2007 die Ausgaben für die ländliche Entwicklung - also der zweiten Säule der Agrarpolitik, zu der auch die Agrarumweltprogramme gehören - trotz Einführung der Modulation stark reduziert würden. Mit solch einer Kürzung würden die Aufbauleistung von regionalen Entwicklungen und die Landschaftspflege wieder zerstört und zusätzlich Arbeitsplätze auf dem Land gefährdet, befürchtet der DBV-Präsident. (BS)

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