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Kasachstan ist für Deutschland ein herausgehobener Partner im Agrarbereich, erklärte der Parlamentarische Staatssekretär im Bundeslandwirtschaftsministerium (BMELV) Dr. Gerd Müller am Rande der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Müller und sein kasachischer Amtskollege, Vizeminister Marat Ablachatowitsch Orasajew, verständigten sich dort auf die Einrichtung eines „Deutsch-Kasachischen Agrarpolitischen Dialogs“. Damit möchten beide Länder laut BMELV unter anderem die Zusammenarbeit im Agrarbereich intensivieren, die kasachische Agrarpolitik weiterentwickeln und eine gemeinsame Plattform für Politik, Wirtschaft und Wissenschaft einrichten.

Müller sieht nach Angaben des BMELV in Kasachstan einen wichtigen Handelspartner für die deutsche Agrar- und Ernährungswirtschaft. Die Gesamtausfuhren nach Kasachstan haben sich im Zeitraum 2005 bis 2007 von 26 auf 45 Mio. € fast verdoppelt. Müller zeigte sich besonders erfreut über das kasachische Interesse an deutscher Landtechnik. So stiegen die Exporte deutscher Landmaschinen nach Kasachstan im Zeitraum 2006 bis 2007 um 117 Prozent auf einen Gesamtwert von fast 90 Mio. €.

Kasachstan ist nach Angaben des Internationalen Getreiderates (IGC) in London der sechstgrößte Weizenexporteur der Welt. Im Jahr 2008 wurden dort insgesamt 19,9 Mio. ha Ackerfläche bewirtschaftet. Auf Getreide entfiel laut IGC davon eine Fläche von 16,2 Mio. ha. Die Ernte 2008 belief sich auf 15,6 Mio. t Getreide. In den kommenden Jahren beabsichtige Kasachstan, die Erntemengen auf bis zu 25 Mio. t zu steigern. (ED)

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