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Vor Panik warnt der Industrieverband Agrar (IVA) bei der neuen EU-Pflanzenschutzgesetzgebung, die das Europäische Parlament diese Woche verabschiedet hat. "Es werden erst ab 2011 erste Auswirkungen auf die deutsche Landwirte zukommen", sagte Volker Koch-Achelpöhler, Hauptgeschäftsführer des IVA während der Grünen Woche in Berlin. Erst dann wird die neue EU-Pflanzenschutzgesetzgebung in Kraft treten. Auch nach 2011 gäbe es einen Bestandsschutz für bereits zugelassene Wirkstoffe. Außerdem müssten die Behörden noch genau definieren, wann ein Wirkstoff künftig die Kriterien für eine Zulassung nicht mehr erfüllt. Deshalb hält der Hauptgeschäftsführer nichts von den bereits veröffentlichten Listen mit gefährdeten Mitteln. "Noch bewegen wir uns hier bei der Diskussion in einer Grauzone", sagte Koch-Achelpöhler heute. Was zukünftige Innovationen im Pflanzenschutzmarkt angeht, beurteilt der Industrievertreter die neue Gesetzgebung als "keinen großen Wurf". Er bemängelt, dass es noch immer keine gesicherten Rahmenbedingungen gäbe. (sta)
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