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Visionen für eine langfristige und nachhaltige Agrarpolitik bietet der Öko-Landbau. Darauf haben heute Vertreter des Bundesverbands Ökologische Lebensmittelwirtschaft (Bölw), beim Tag des Öko-Landbaus zur Grünen Woche in Berlin aufmerksam gemacht. Prof. Franz Josef Radermacher, Mitglied im Club of Rome und Präsident des Bundesverbands für Wirtschaftsförderung und Außenhandel, nannte einen nachhaltigen und effizienten Öko-Landbau frei von romantischer Ideologie als Möglichkeit, sich von der derzeitigen energieintensiven Landwirtschaft zu verabschieden.

Die derzeitige Nahrungsmittelproduktion mit intensivem Düngereinsatz, einer weltweiten Transport- und Kühlkette sei zu energieaufwendig, um sie mit einer auf 10 Mrd. Menschen wachsenden Weltbevölkerung zu vereinbaren, erklärte Radermacher. Die effiziente Nutzung der Erde für eine große Weltbevölkerung sei nur mit einer intelligenten, gärtnerisch gestalteten Landbewirtschaftung zu erreichen, wie sie bereits in Japan erfolge. Der derzeit intensiv forcierte Einsatz von Agrarprodukten für den Energiebedarf verschärfe die Verteilungsproblematik auf der Erde, kritisierte Radermacher. (brs)

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