Der Grüne Europaabgeordnete Martin Häusling stellt eine Studie vor. Darin wird der Anbau von gentechnisch veränderten Organismen (GVO) in den USA bilanziert.

Der Autor der Studie, der Münchener Wissenschaftlers Christoph Then, der ehemals für Greenpeace tätig gewesen ist, wollte herausfinden, ob mit der Verwendung gentechnisch veränderter Pflanzen in den USA, der Verbrauch von Pflanzenschutzmitteln sinkt. Doch die Zahlen der US-Umweltbehörde EPA zeigen, in den USA werden mehr Pestizide eingesetzt als je zuvor. Then hat die Studie im Auftrag des Europaabgeordneten Häusling (Günen) erstellt. Er widerlegt damit eines der Hauptargumente für den Einsatz von GVO. In der Studie werde zudem darauf hingewiesen, dass die Zahl der herbizidresistenten Unkräuter in den beobachteten Gegenden zunehme.

Ricardo Gent, von der Deutsche Industrievereinigung Biotechnologie (DIB) sagte im Deutschlandfunk zu diesem Ergebnis, Resistenzentwicklungen in der Landwirtschaft seien vollkommen normal, egal ob Öko-Anbau, konventioneller Anbau oder Gentechnik.

Häusling zieht aus der Studie den Schluss: „Diese Entwicklung wollen wir in Europa nicht. Ich appelliere deshalb an die EU-Kommission, sich für ein Anbau-Moratorium bei der Zulassung weiterer Genpflanzen auszusprechen.“ (hed)
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