Grüne wollen Amflora-Anbau verhindern


Die Bundesfraktion der Grünen wollen den Anbau der gentechnisch veränderten (GV-)Stärkekartoffel Amflora in Deutschland verhindern. Im Bundestag begründete die agrarpolitische Sprecherin Ulrike Höfken den Antrag mit den unabsehbaren Schäden für Umwelt, Verbraucher und Öko-Landwirtschaft im Falle eines Amflora-Anbaus. Wie wenig sich Anbau und Ernte von GV-Produkten und konventioneller Ware trennen lassen, zeige sich in den Rückrufaktionen mit verunreinigtem Reis, Leinsamen und Mais. Höfken machte darauf aufmerksam, dass nach der EU-Freisetzungsrichtlinie gentechnisch veränderte Organismen, die mit Antibiotikaresistenzmarkern ausgestattet seien, nicht mehr verwendet werden dürfen. Anfang März hatte die EU-Kommission den Anbau der Stärkekartoffel Amflora zugelassen. In der Bundestagsdebatte kritisierte Christel Happach-Kasan (FDP) die ablehnende Haltung der Grünen gegenüber biotechnologischen Züchtungsverfahren. Viele Argumente der Grünen beruhen ihrer Meinung nach auf Fehlinformationen und schürten Ängste bei den Verbrauchern. Happach-Kasan rief im Bundestag zu einer sachlichen Debatte über Grüne Gentechnik auf. Der Antrag von Bündnis 90/Die Grünen wurde nach der ersten Lesung an den Agrarausschuss des Bundestages verwiesen, der darüber am 21. April beraten will. 

In Nordwestmecklenburg ist vorerst kein Anbau von Amflora geplant. Das machte  Nordwestmecklenburgs Kreis-Bauernpräsident Jörg Haase in Gadebusch im Gespräch mit der Schweriner Volkszeitung deutlich. Nach seinen Angaben werden derzeit keine GV- Pflanzen auf den Feldern Nordwestmecklenburgs angebaut. "Wir als Bauernverband empfehlen unseren Landwirten, sehr vorsichtig damit umzugehen", sagte Haase gegenüber der Zeitung. (da)
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