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Vor juristischen Problemen warnt das Brandenburger Landwirtschaftsministerium Landwirte, die einen Umbruch von Grünland zu Ackerland planen. Mit einem Rückgang des Anteils des Dauergrünlandes an der landwirtschaftlichen Fläche um 3,5 Prozent gegenüber dem Jahr 2003 gehören Brandenburg und Berlin noch nicht zu den Bundesländern, die bereits ein gesetzlich vorgeschriebenes Genehmigungsverfahren für Grünlandumbrüche einführen müssen. Trotzdem können auch brandenburgische Landwirte der Genehmigungspflicht unterliegen, wenn sie Dauergrünland umbrechen wollen, teilt das Ministerium mit. Ein Verstoß gegen die Genehmigungspflicht kann zu einer Sanktion nach Cross Compliance führen. Das Brandenburger Agrarministerium empfiehlt seinen Landwirten, die seit 2008 angebotene Möglichkeit des freiwilligen Prüfungsersuchens vor einem Dauergrünland zu nutzen um möglichen finanziellen Schaden für den Betrieb abzuwenden. Seit 2008 ist in Schleswig-Holstein, Hamburg und Mecklenburg-Vorpommern der Grünlandumbruch nur noch mit vorheriger behördlicher Genehmigung zulässig. Weitere Bundesländer wie Niedersachsen, Bremen und Nordrhein-Westfalen haben dafür Gesetzgebungsverfahren eingeleitet. (sta)
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