Grünlandverlust in Sachsen-Anhalt nimmt ab

Die Maßnahmen zur Erhaltung des Anteils von Dauergrünland in Sachsen-Anhalt zeigen Wirkung. Die Verluste verringern sich. Im Jahr 2011 hat sich der Anteil der Dauergründlandfläche an der landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) in Sachsen-Anhalt im Verhältnis zum Basiswert 2003 um nur 3,4 Prozent verringert. Damit ist der Wert in den vergangenen drei Jahren gesunken, teilt das Agrarministerium mit. Aktuell beträgt der Anteil des Dauergrünlandes an der gesamten LF in Höhe von 1,2 Mio. ha in Sachsen-Anhalt 14,3 Prozent. 
 
Die Zahlen belegen, dass Landwirte naturschutzrechtliche Vorgaben einhalten und kein  Gründland umbrechen. Darüber hinaus werden die Cross Compliance-Regelungen beachtet. Agrarminister Dr. Herrmann Onko Aeikens sieht deshalb keine  Notwendigkeit, "zusätzliche Maßnahmen zum Erhalt des Dauergrünlands gemäß Verordnung zu ergreifen." Dennoch nehme bundesweit das Dauergrünland weiter ab. Sowohl Acker- als auch Grünlandflächen gingen durch Infrastrukturmaßnahmen verloren. Unter diesem Aspekt sind auch die mit Beginn der neuen Förderperiode ab 2014 erwogenen Maßnahmen zum Dauergrünlanderhalt im Rahmen des Greening zu sehen", betonte der Minister.

Die EU-Mitgliedstaaten haben jährlich im Rahmen der EU-Agrarbeihilfen die Veränderung des Verhältnisses der beantragten Dauergrünlandfläche zur landwirtschaftlich genutzten Fläche (LF) zu überwachen und der EU-Kommission mitzuteilen. Wird festgestellt, dass sich der Anteil des Dauergrünlandes an der gesamten LF bezogen auf das Referenzjahr 2003 um mehr als fünf Prozent verringert hat, würde ein Umbruchverbot in Kraft treten. (da)
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